Nachruf Werner Plöger

Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann,
steht in den Herzen seiner Mitmenschen.
Albert Schweitzer

Die Landesgruppe Ostwestfalen – Lippe nimmt Abschied von ihrem langjährigen Vorstandsmitglied und ehemaligen LG-Ausbildungswart, Leistungsrichter und ID-Beauftragten

Werner Plöger

der am 11. September nach langer, mit Geduld ertragener Krankheit verstorben ist.

Wir blicken zurück auf 58 Jahre Mitgliedschaft und auf über 50 Jahre Vorstandsarbeit im Verein für Deutsche Schäferhunde.
Werner Plöger war 37 Jahre im Landesgruppenvorstand, als Schriftwart, Beisitzer, Zuchtwart und bekleidete davon zwei Jahrzehnte lang das Amt des Landesgruppenausbildungswartes. Er prägte somit entscheidend in dieser Zeit den Weg und die Philosophie der Landesgruppe Ostwestfalen - Lippe. Ihm wurde für diese Arbeit die silberne Verdienstspange des SV verliehen.
Sein Rat war gefragt, auch auf oberster Ebene. Seine Kompetenz wurde von niemandem angezweifelt, sein Wort hatte Gewicht. Er war vielen Arbeitskreisen des SV vertreten. Viele Entscheidungen trugen seinen Stempel. Es war ihm vergönnt, auf allen Großveranstaltungen des Hauptvereins zu richten und auch im Ausland war sein Richterurteil sehr gefragt.
Seine Passion war der Deutsche Schäferhund. Sein Leben und Wirken wurde von dieser Passion bestimmt. Seine Nähe zur Hochzucht machte ihn zu einem geschätzten Ratgeber und Gesprächspartner auch für den Zucht– und Ausstellungsbereich. Schon 1985 konnte Werner Plöger das goldene Züchterabzeichen erreichen.

Die Landesgruppe Ostwestfalen – Lippe verliert einen engagierten Züchter, Amtsträger und Anwalt für die Rasse Deutscher Schäferhund.

Unsere Anteilnahme gilt der Familie Plöger.

Wir werden Werner Plöger ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Der Vorstand und die Mitglieder der Landesgruppe Ostwestfalen Lippe

Hunde im Fahrzeuginneren bei steigenden Außentemperaturen

Auch bei relativ moderater Wetterlage können im Fahrzeuginneren zügig Temperaturen erreicht werden, bei denen Säugetiere bei längerem Aufenthalt keine Überlebenschance haben. Der fatale Hitzestau ist das Ergebnis von fünf sich gegenseitig verstärkenden Faktoren.

Schon kurze Momente der Sonneneinstrahlung führen zu einem raschen Temperaturanstieg im Inneren des Fahrzeuges. Begünstigt wird dies durch eine mangelnde Ventilation. Studien ergaben, dass auch das schlitzweite Öffnen von Fensterscheiben keinen ausreichenden Austausch der warmen Luft durch kältere gewährleistet. Zumeist werden die Scheiben nur wenige Zentimeter hinabgesenkt, um ein Eindringen in das Fahrzeug zu verhindern und zudem ist eine gute Ventilation nur gegeben, wenn eine ausreichende Luftbewegung durch Wind stattfindet. Hinzu kommt ein Erhitzen der Flächen im Inneren des Autos. Vor allem Bereiche, die einer direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, erhitzen sich schnell auf derartige Temperaturen, dass Berührungen zu Verbrennungen führen können. Gleichzeitig trägt die Abstrahlungswärme der Flächen zu einem insgesamt noch rascheren Temperaturanstieg der Luft im Innenraum bei. Ein weiterer Faktor ist die Luftfeuchtigkeit. Diese ist zunächst praktisch ausschließlich von der Wetterlage abhängig, bei zunehmender Erhitzung des Hundes wird sie jedoch auch durch das starke Hecheln und geringgradig auch durch das Schwitzen des Hundes erhöht. Ein Hitzestau und Treibhauseffekt sind die Folge. Erstgenannter wird noch zusätzlich durch die selektive Durchlässigkeit der Glasflächen verstärkt.

Viele Hundebesitzer haben keine genauen Kenntnisse darüber, welche Faktoren den Hitzestau im Auto bewirken. Darüber hinaus wird die Geschwindigkeit der Hitzeentwicklung oftmals unterschätzt.

Selbst bei Fahrzeugen, bei denen die Scheiben allseitig 20 cm herunter gelassen werden, steigt die Temperatur bis auf ein tödliches Level an. Ähnliches gilt für die Fahrzeuggröße und –farbe. Bei größeren und helleren Autos kann ein zwar messbarer, wenngleich nur geringgradig langsamerer Temperaturanstieg verzeichnet werden. Die Entwicklung eines für einen Hund gesundheitlich bedenklichen oder gar todbringenden Temperaturniveaus unterschied sich letztlich jedoch nur um wenige Minuten.

Die Hitzeentwicklung in abgestellten Autos ist unwahrscheinlich gut untersucht, da sie auch ein tödliches Risiko für dort zurück gelassene Kinder darstellt. Demnach steigt die Innentemperatur bei direkter Sonneneinstrahlung und fehlender Ventilation um bis zu 4°C nach 5 Minuten, 7°C nach 10 Minuten und 16°C nach 30 Minuten (GRUNDSTEIN et al., 2010). In einem Zeitraum von 60 Minuten werden im Fahrzeuginneren Werte gemessen, die bis zu 26°C höher sind als die Außentemperaturen. Das heißt, dass selbst bei 20°C binnen einer Stunde Temperaturen erreicht werden, die dem Hund den Tod bringen können! Liegen die Ausgangstemperaturen höher, kann die körperlich kompensierbare Belastungsgrenze auch bereits nach 5 Minuten überschritten werden.

Das gerne praktizierte Vorkühlen mittels Klimaanlage hat sich als wirkungslos erwiesen. Nach dem Abstellen hält der Effekt höchstens 5 Minuten an.

Selbst bei dichter Wolkendecke kommt es i Fahrzeuginneren binnen einer halben Stunde zu einem durchschnittlichen Temperaturanstieg von 8°C, was je nach Ausgangslage und Verfassung des Tieres ebenfalls lebensbedrohliche Auswirkungen haben kann.

In der Außentemperaturspanne zwischen 5 und 25°C reagieren gesunde Hunde weitgehend ähnlich wie Menschen. Manche mögen es lieber ein wenig wärmer, andere kühler. Diese Vorlieben hängen häufig mit dem Maße des Unterhautfettgewebes, dem Vorhandensein und der Dichte der Unterwolle und der Menge und Länge des Deckhaars. Dunkles Fell führt zu einer stärkeren und auch deutlich schnelleren äußeren Erhitzung. Bereits ab 20°C wird es Hunden mit dunklem Fell UND dichter Unterwolle häufig schon zu heiß. Dann suchen sie bewusst Schattenplätze oder Wasserstellen auf, um sich Abkühlung zu verschaffen. Ist die Bodenstruktur geeignet, buddeln sich manche Hunde auch Kuhlen. Ähnliches gilt bei weiter steigenden Temperaturen aber auch für die „Sonnenanbeter“.

Im Freien kommt es nicht wie im Auto zu einem Hitzestau. Dort sind Hunde daher in der Lage, für eine deutlich längere Zeit auch noch Temperaturen knapp über 40°C auszuhalten. Dennoch stellen bereits anhaltenden Temperaturen von über 30°C eine große körperliche Belastung für unsere Hunde dar, da der Wärmeaustausch zwischen dem Körper und der Umgebung zunehmend weniger effektiv wird.

Die Anzahl der Schweißdrüsen ist beim Hund für eine erfolgreiche Thermoregulation grundsätzlich viel zu gering und das Fell sorgt zudem für eine Isolation des Körpers. Um eine Abkühlung zu gewährleisten, stellt das Hecheln unter normalen Bedingungen die effektivste Methode dar. Der Körper gibt hierbei über die feuchte Maulschleimhaut und Zunge Verdunstungswärme ab. Nimmt die Lufttemperatur jedoch Werte an, die der Körperkerntemperatur nahe kommen oder übersteigt sie sogar, wird dieser Effekt zunehmend geringer und versiegt letztlich ganz.

Ein Problem im Zusammenhang mit dem Hecheln stellt der relevante Flüssigkeitsverlust dar. Innerhalb weniger Stunden kann bei heiße ´n Außentemperaturen ein gesunder Hund bei fortgesetztem Hecheln in lebensbedrohlicher Art austrocknen. Der Flüssigkeitshaushalt eines Hundes, dem im Fahrzeug keine ausreichende Menge Wasser zur Verfügung gestellt wurde, kann so stark in Mitleidenschaft gezogen werden, dass irreparable Organschäden, vor allem des Gehirns, des Herzens, und der Nieren nicht mehr abzuwenden sind.

Direkte Sonneneinstrahlung spielt gleich eine doppelte Rolle bei der Überhitzungsproblematik. Zum einen führt sie innerhalb kürzester Zeit zur extrem starken Erhitzung aller sonnenbeschienenen Flächen sowie des Hundekörpers. Zum anderen werden die im Auto befindlichen Gegenstände (Armaturen, Sitzpolster, Verkleidungen, Hundeboxen, etc.) derart stark erhitzt, dass es für das Tier unangenehm bis schmerzhaft wird, wenn es diese berührt. Somit wird sich der im Fahrzeug zurückgelassene Hund mehr bewegen, wenn er versucht, sich selbst der direkten Sonneneinstrahlung oder dem Kontakt mit den heißen Flächen zu entziehen. Jede Form der Unruhe oder Körperaktivität führt jedoch zu einer weiteren Erhitzung des Körpers.

Wir alle wollen lange Freude mit und an unseren Vierbeinern haben. Die vorab niedergeschriebenen Zeilen verdeutlichen die Vorgänge im Körper und sollten uns wachsam mit den steigenden Außentemperaturen umgehen lassen.

Eure Gina

Kurzbericht Bundesversammlung

Im internen Bereich ist ein kurzer Bericht zur Bundesversammlung veröffentlicht.

Tag des Hundes 2017

Liebe Schäferhundfreunde,

Am 10. und 11. Juni 2017 ist wieder in ganz Deutschland der „Tag des Hundes".

Wir möchten deshalb heute vor allem die Ortsgruppen ansprechen, die noch keine Veranstaltung für dieses Aktionswochenende geplant haben.
Der „Tag des Hundes" bietet uns die einmalige Gelegenheit, unseren Deutschen Schäferhund einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.
Nutzen Sie diese Möglichkeit in unserem gemeinsamen Interesse und melden Sie sich beim VDH mit Ihrer Veranstaltung an. Das kann ein Tag der offenen Tür, ein Pokalwettkampf, ein Hunderennen oder ein beliebiges Showprogramm sein. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.
Beispiele für solche Veranstaltungen finden Sie hier: http://www.tag-des-hundes.de/konzept/beispiele/

Je mehr SV-Ortsgruppen an der Aktion teilnehmen, umso größer das Medieninteresse.
Jede Ortsgruppe kann auf diesem Wege zeigen, was in ihr steckt. Laden Sie die Menschen Ihrer Gemeinde ein, einen Tag auf Ihrem Vereinsgelände zu verbringen. Davon profitieren Ihre Ortsgruppe und der ganze SV!

Übrigens:
Ortsgruppen, die an der Aktion teilnehmen, werden nicht nur vom VDH mit einem umfangreichen, kostenlosen Werbepaket ausgestattet. Auch der SV unterstützt Sie mit kostenlosem Informations- und Präsentationsmaterial.

Melden Sie Ihre Ortsgruppe noch heute beim VDH für die Teilnahme an: http://www.vdh.de/index.php?id=1642

Anmeldeschluss ist der 10. April.

Für Ihr Engagement danken wir Ihnen schon jetzt und wünschen Ihrer Veranstaltung viel Erfolg!

Freundliche Grüße aus Augsburg und vom LG- Vorstand

Jahresberichte

Die Jahresberichte der Amtsträger des LG-Vorstands finden sich nun im Menü "Landesgruppe".